Sangria aus Lissabon

Sangria aus Lissabon

Manchmal entdeckt man Dinge neu, von denen man nicht wusste, dass sie einem doch gut schmecken können. So verhält es sich für mich mit Sangria. Die habe ich immer als billige Ballermann-Plörre abgetan.

Vor meinem inneren Auge sah ich immer Sturzbetrunkene bei 36 Grad am Strand, mit Trichter im Hals, durch die der Alkohol schießt. Oder auch riesige Eimer mit der roten Brühe, in der sechs XXL-Strohhalme stecken, an denen gierige Münder saugen. Alles begleitet von krächzendem Schlagersong-Gebrüll. Ja, genau solche Szenarien verbinde ich mit der Sangria. Und ich habe sie auch selbst getrunken, im Spanien-Urlaub (ohne Ballermann 😉 ), aber nie als the Drink of the Drinks empfunden. Nö. Doch der Zufall änderte alles.

Ich war in Lissabon und sah auf vielen Tischen Gläser mit Obst und Rot- oder Weißwein stehen. Mal schwamm eine Zimtstange mit drin, auch Minze. Oder beides. Also fragte ich beim Kellner nach, was das denn für ein hübsches Getränk sei. Sangria. Bestellt, getrunken, für super-duper-gut befunden, und dann – natürlich – den Kellner nach dem Rezept gefragt.

Zutaten für einen Drink:

  • 4 Cl Beirao (portugiesischer Likör)
  • 2 CL Wodka
  • 1 Zimtstange
  • Weißwein
  • Eiswürfel (optional)
  • Viertel Orange
  • viertel Apfel

Zubereitung:

Die Orange in Spalten schneiden, den Apfel klein würfeln. In ein (Wein-)Glas geben. Die Zimtstange dazugeben. Wodka und Likör ins Glas füllen, mit Weißwein aufgießen (ca. 150 ml). Eventuell Eiswürfel dazugeben, je nach Leidensfaktor bei Hitze. Enjoy!



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