Avocado-Risotto mit Garnelen

Avocado-Risotto mit Garnelen

Halbe Sachen? Mag ich gar nicht. Außer natürlich als Maßeinheit für ein Rezept. Da können gern viele Hälften in einen Pott, um am Ende ein großes Ganzes zu ergeben. Nein, man sollte das tun, womit man sich am wohlsten fühlt, richtig fühlt – egal, in welcher Hinsicht. Wie zum Beispiel im Job. Es gibt viele Menschen, die genervt sind, das auch bei jeder Gelegenheit kundtun, aber nichts dagegen unternehmen.

Da denke ich: Will Frau / Herr X jetzt die nächsten 40 Jahre lang jammern, unzufrieden sein? Geld verdienen kann ja auch Spaß machen. Ich nenne das Lebenszeitverschwendung. Zeit, die man weggeworfen hat. Zeit, die einen hätte wirklich erfüllen können. Gleichgültigkeit gegenüber sich selbst.  Und ich frage mich, warum es so viele Menschen gibt, die diesen Weg wählen. Weil es dann doch nicht so nötig ist? Weil es blanke Faulheit ist? Warum schafft man es nicht, für das einzustehen, was man vielleicht eingentlich will?

Ich bin sehr froh, dass ich da anders ticke. Wenn sich etwas in mir manifestiert hat, ein Gedanke, ein Wunsch, ein Ziel, dann versuche ich es zu realisieren. Da darf man mich auch ruhig verbissen nennen. Aber wenn ich Feuer und Flamme bin, dann brenne ich selbst in 10.000 Metern Meerestiefe. Bisher hat mir diese Einstellung (meistens) Erfolge beschert. Gut, ich habe natürlich keine überirdischen Dinge erreicht, bin ja nicht Superwoman, aber ich schaffe das, was im möglichen Bereich liegt.

Genauso leidenschaftlich bin ich natürlich auch beim Essen. Und wenn mich dann das Verlangen nach Avocados überfällt, und ich gleichzeitig gerne ein Risotto essen möchte, dann verbinde ich die beiden Dinge eben. Ich hatte vor ein paar Tagen ein Interview mit einem Sternekoch. Der sagte viele tolle Dinge in vielen schönen Worten – unter anderem: „Beim Essen ist alles möglich. Man kann alles kombinieren. Alles, einfach alles. Wenn man Fisch und Kakao kombinieren will, dann macht man das. Und wenn man Rotwein dazu trinken will, dann macht man das eben auch.“ Viele Meinungen von früher seien eben überholt. Und: Warum sollte ich mich überhaupt nach anderen richten. Es ist mein Essen. Eigentlich kann man diese Philosophie auf alle Lebensbereiche übertragen.

Zutaten für vier Portionen:

  • 20 Garnelen
  • 250 Gramm Risottoreis
  • 2 Avocados
  • 1 Limette
  • 50 Gramm Butter
  • 1 halber Bund Basilikum
  • 1 Schalotte
  • 100 Gramm Parmesan
  • 1 Knoblauchzehe
  • 650 ml Gemüsebrühe
  • 100 ml Sahne
  • Salz, Pfeffer
  • 150 ml Weißwein

Zubereitung:

Die Schalotte und den Knoblauch fein hacken. Dann eine Pfanne mit der Butter erhitzen und den Knoblauch und die Schalotte andünsten. Dann den Reis in die Pfanne geben. Dann mit dem Wein ablöschen. Warten, bis die Flüssigkeit aufgesogen wurde – und zwischendurch immer wieder rühren.

Nun die Brühe angießen, immer ein wenig; warten, bis diese aufgesogen wurde wieder nachgießen. Das Ganze wiederholen, bis der Reis gar ist. Das dauert rund 30 Minuten.

Avocados mit dem Saft einer Limette, Salz, Pfeffer und Sahne pürieren.

Wenn ungefähr noch so 1/8 der Brühe übrig ist, den geriebenen Parmesan und kurz danach das Avocado-Gemisch unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wichtig ist, dass die Avocado nicht gekocht werden, nur leicht erwärmt. Sonst wird’s bitter.

Die Garnelen in einer Pfanne mit etwas Olivenöl braten, bis sie sich krümmen. Salzen und pfeffern und ein paar Spritzer Limettensaft hinzufügen.

Risotto auf die Teller geben, Garnelen drauf setzen und genießen.



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