Pucacapas: Bolivianische Teigtaschen mit Käse

Pucacapas: Bolivianische Teigtaschen mit Käse

Ich bin gerade voller Freude! Das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen ist es der Herbst. Wat? Jawoll, richtig gelesen. Ich bin zwar wirklich kein Mensch für die dunkle Jahreszeit, aber so wie sie sich gerade zeigt, ist sie schön: Diese frische, kalte Luft, noch grüne Bäume, aber auch schon bunter Laub, blauer Himmel und Sonnenschein. Hoffentlich bleibt es so, dann fällt zumindest für dieses Wochenende das Couching aus – das schlechte Wetter lässt schon nicht so lange auf sich warten.

Aber: Auch das kann mir egal sein. Denn schon bald mache ich eine Südamerika-Reise, da freue ich mich so unfassbar drauf, weil ich da schon immer hin wollte – und die Landschaft überirdisch schön finde. Es geht nach Peru, Chile und Bolivien. Das wird ein Mega-Abenteuer – u.a. auf dem Plan: Lima, Cusco, Machu Picchu, La Paz, Salar de Uyuni und die Atacama-Wüste. Strand und chillen? Hahaha. Das gibt’s nächstes Mal. Denn so lange ich fit bin und laufen kann, muss ich auf jeden Fall die beschwerlichen Abenteuer-Urlaube mitnehmen und die Welt sehen. Irgendwann geht das nicht mehr – und dann wird garantiert noch genug gechillt :).

Auf jeden Fall geht es bis zu 5000 Meter hoch für mich – quasi halbe Flugzeughöhe, aaaah. Aber die Steigung wird während der gesamten Reise natürlich ganz langsam gehen, ich will mich ja keiner gesundheitlichen Gefährdung aussetzen. Ich sage nur: Höhenkrankheit. Der höchste Punkt, an dem ich bisher war, war glaube ich der Mount Ijen in Indonesien (2800 Meter) – und mir ging es gut, aber das sind eben auch keine 5000 Meter. Falls jemand noch weitere Tipps hat, wie man mit der Luft da oben umgeht, gern her damit. So manches weiß ich ja: kein Alkohol, leichte Speisen…

Und weil diese Reise bestimmt eines der größten (Urlaubs-)Abenteuer meines Leben sein wird, stimme ich mich schon ein wenig auf Südamerika ein – zumindest kulinarisch. Deshalb habe ich ein wenig nach Rezepten aus diesen drei Ländern gesucht und fleißig gekocht. Drei sind schon gegessen und für absolut bloggenswert empfunden worden. Und ich glaube, dass da noch ein paar mehr folgen werden. Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, stehe ich total auf das Essen da drüben – vor allem auf die Leckereien Perus, seht ihr u.a. hier und hier. Und deshalb kenne ich wohl auch fast jedes gute Restaurant Hamburgs, das diese Küche serviert, seht ihr hier und hier.

Besonders angetan bin ich von den Pucacapas. Erst dachte ich nur: Ja, Teigtaschen eben. Bestimmt lecker und das war’s. Aber: Ich finde sie wahnsinnigst köstlich. Dieser dünne (und doch fluffige!), süßliche Teig mit der cremigen Füllung aus zweimal Käse mit der ganz eigenen Kreukümmelnote und der leichten Schäfe – das ist einfach perfekt!

Zutaten für 4 Pucacapas:

Für den Teig:

  • 1 Eigelb
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 150 g Mehl
  • 1 Esslöffel Butter
  • 1/4 Esslöffel Salz
  • 50 ml Milch
  • 1/2 Esslöffel Backpulver

Für die Füllung:

  • 75 g spanischer halbfester Schnittkäse (wie Manchego)
  • 60 g Hirtenkäse oder Queso Fresco
  • 1/4 rote Zwiebel
  • Kreuzkümmel nach Geschmack (1/2 TL ist gut)
  • Cayennepfeffer nach Geschmack
  • 1 Eiweiß

Für die Glasur:

  • ca. 1/2 Esslöffel Ají Panca Creme  (ist eine Chili Creme, die es in Spezialitäten-Läden gibt)

Zubereitung: Eigelb mit Salz und Zucker cremig in einer Schüssel geben und kräftig verrühren. Mehl, Butter und Backpulver hinzugegeben, noch mal verrühren. Langsam Milch dazu geben. Nun 15 Minuten mit der Hand kneten. Acht Kugeln formen (je zwei für einen Pucacapa: Boden und Deckel). 15 Minuten ruhen lassen.

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Käse reiben, Hirtenkäse zerbröckeln, in eine Schüssel gegeben. Zwiebel in einer Pfanne mit etwas Öl schön goldbraun braten, mit Cayenne-Pfeffer und Kreuzkümmel würzen. Mit Salz und Pfeffer würzen, zum Käse geben, verrühren.

Eiweiß mit dem handrührer schaumig schlagen, in die Käse-Chili-Mischung geben und verrühren.

Teigkugeln mit einem Nudelholz flach und rund zu gut 10 cm Durchnessern ausgerollen.

Nun die Käsemischung in die Mitte des ausgerollten Teigs gegeben. Heißt: Michung einfach vierteln und verteilen. Ein zweiter ausgerollter Teig wird darüber gelegt, die Ränder schön zusammendrücken, damit nix austreten kann.

Traditionell macht man ein Zopfmuster aus dem Rand, geht auch easy. Pucacapas auf ein Backblech mit Backpapier legen und mithilfe eines Pinsels mit der Aji-Panca-Creme bestreichen. 10 Minuten backen.

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