Bärlauch-Risotto mit Himbeeren und Burrata

Bärlauch-Risotto mit Himbeeren und Burrata

Auf einmal ist alles grün! Das Schmuddelwetter ist weg. Ich bin jedenfalls happy über die vielen Sonnenstrahlen, den Duft der Blumen – endlich wieder. Zwar glaube ich nicht, dass sich der Super-Sommer vom nächsten Jahr wiederholt, aber das muss er auch nicht (Was war das eigentlich?).

Und falls dieser Sommer ein Griff ins Klo werden sollte, dann kann man ihn ja immerhin essen (ähm, nicht so gemeint, wie man jetzt denken könnte, haha). Ich habe da schon einige Ideen, die ich nach und nach natürlich hier präsentieren werde.

Irgendwie grinse ich gerade in mich hinein: Es ist schon spannend, wie sich manche Dinge im Leben ändern. Ich früher am Herd? Das wäre niemals passiert, egal unter welchen Umständen. Weil einfach kein Interesse da war – oder viel zu wenig. Und jetzt ist alles ganz anders: Je älter ich wurde, desto wichtiger wurde mir gutes Essen, genauer gesagt, der Genuss, die Zubereitung, die Entspannung dabei und danach. Als 20-Jährige war mir das alles noch völlig wumpe, da schmeckten mir Pommes mit Mayo. Oder Tiefkühlpizza mit Thunfisch. Und Hausmannskost von Mama und Papa. Nicht, dass das nicht noch immer so wäre, aber der Gaumen wurde mit der Zeit eben immer feiner – und ich kreativer.

Aber an eines werde ich mich nie gewöhnen, den Winter – mit dem kann es nichts werden. Vor allem der deutsche, besonders der letzte: Der wusste nicht so richtig, was er wollte, würde ich mal interpretieren – kein Schnee, keine knackige Kälte. Er war viel zu wechselhaft, viel zu grau, zu lau, was mir einen krassen Winterblues bescherte. Aber eigentlich finde ich den Winter ja tatsächlich verzaubernd, nur muss er eben auch ein Winter sein.

Wenn ich an die klischeehaften skandinavischen Schneelandschaften denke, wird mir sofort ganz warm ums Herz. Auch Winter können ja sonnig sein. So ein Sonnenstrahl lässt mich sofort aufblühen, den sauge ich in einer Millisekunde komplett auf. Bei Regen- und Kältepeitschen passiert das Gegenteil – und man weiß, dass dann garantiert noch eine weitere kommt.

Denn was haben wir in Deutschland einfach zu viel: Schietwedder. Da bin ich leider sehr feinjustiert und null Betonmauer, an der alles abprallt. Schwierig, darin zu verharren, ein Leben in der Hölle. Also muss ich was machen? Verdrängen, wegfahren, am besten so oft es geht, immer im Winter, und gern soweit weg wie möglich. Ich vermute mal, dass ich damit nicht allein bin und gar nicht mal so wenige Menschen so ticken wie ich, besonders hierzulande.

Aber Mischmasch ist ja nicht mehr – es hat lange gedauert, aber jetzt ist es klar. Besser als diese Pein. Doch bevor es Richtung Summer-Food geht, labe ich mich am Frühling. Und das geht am besten mit einem Bärlauch-Risotto.

Zutaten für vier Portionen:

  • 250 Gramm Reis
  • 150 Gramm Bärlauch
  • 1 rote Zwiebel
  • 100 Gramm Parmesan
  • 600 ml Brühe
  • 100 ml Sahne
  • 150 ml Weißwein
  • Salz und Pfeffer
  • Zucker
  • Olivenöl
  • 50 Gramm Butter
  • 120 Gramm Himbeeren
  • 200 Gramm Burrata

Zubereitung:

Die Schalotte fein hacken. Bärlauch waschen und pürieren. Dann eine Pfanne mit der Butter erhitzen und die Schalotte andünsten. Dann den Reis in die Pfanne geben, mit dem Wein ablöschen. Warten, bis die Flüssigkeit aufgesogen wurde – und zwischendurch immer wieder rühren.

Nun die Brühe angießen, immer ein wenig; warten, bis diese aufgesogen wurde wieder nachgießen. Das Ganze wiederholen, bis der Reis gar ist. Das dauert rund 30 Minuten.

Wenn ungefähr noch so 1/8 der Brühe übrig ist, den geriebenen Parmesan unterrühren, die Sahne, den Bärlauch unterheben. Dann ungefähr 5 Minuten leicht köcheln lassen. Mit Salz abschmecken.

Risotto auf den Tellern verteilen, je 50 Gramm Burrata und 30 Gramm Himbeeren darauflegen.



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